Unterm Tafelberg

Heute endet leider unsere wundervolle Reise durch Südafrika. Zwecks Quarantäne 2 Wochen früher als geplant & somit nach „nur“ 10 Wochen (statt 12) ist eine unvergessliche Zeit auch schon wieder zu Ende & nicht nur unsere Kids tun sich schwer mit dem Abschied.

Letzte Station ist Hout Bay, ein Vorort von Kapstadt am Fuße des Tafelbergs, umgeben von herrlichen Stränden, Weingütern & Bergen.

Kulinarische Genüsse

Nun sind wir in DER Weinregion Südafrikas rund um Paarl. Und bekommen nicht nur exzellenten Wein, sondern darüber hinaus so einige andere leckere Dinge auf den Gaumen.

Viele der Weingüter hier laden zum Picknicken (auf höchstem Niveau!) ein & bieten neben ihren wunderschönen Gärten & tollen Hofläden noch geniale Spielplätze, Baumhäuser, Pump Trails oder gerade bspw. einen romantischen Weihnachtsmarkt an.

Route 62 bis Montagu

Im Landesinneren verläuft die superspannende Route 62. Sie führt uns durch enge Gebirgspässe, grüne Täler & die weiten Landschaften der Kleinen Karoo (einer Halbwüste, die aber doch meist fruchtbar genug für Obst- und Weinanbau ist).

Wir fahren durch die Portweinstadt Calitzdorp, bestaunen den gespaltenen Berg bei Ladismith, trinken wahnsinnig leckere Milkshakes im ‚Diesel&Creme‘ in Barrydale & landen mal wieder auf einer schnuckeligen Farm, dieses Mal in der Nähe von Montagu.

In den Bergen

Ein weiterer Zwischenstopp bei Pierre in Knysna & schon sind wir wieder ‚on the road‘, um noch möglichst viel von diesem außergewöhnlichen Land zu sehen. Wir werden nämlich leider früher zurück fliegen, da zu Hause ja 14 Tage Quarantäne auf uns warten.

Uns zieht es nochmal ins Landesinnere. Dieses Mal geht es – vorbei an der Straußenwelthauptstadt Oudtshoorn – auf atemberaubend schönen Passstraßen bis zu den Cango Caves in den Swartbergen. 

P.E. & die Elefanten

Weiter geht es die Garden Route entlang, vorbei an Jeffreys Bay (einem der weltweit besten Surfspots) bis Port Elizabeth.

P.E., wie Port Elizabeth hier immer nur heißt, sollte eigentlich für 2 Wochen unser Zuhause werden. Doch unser Plan, bei Mark & Tine über ‚workaway‘ mitzuhelfen & dafür umsonst zu wohnen, geht nicht lange auf. 

Robberg-Spezial

Es gibt bei uns gerade so Vieles, was deutlich mehr Beachtung verdient hätte als eine kurze Erwähnung im Blogbeitrag. Im Fall ‚Robberg-Island‘ können wir das aber nun wirklich nicht zulassen: Dieses Naturreservat gehört für uns zu den landschaftlich schönsten Orten der Welt.

Natur pur & Tiere ohne Ende

Umgeben von Robben, Delfinen & jeder Menge Natur verbringen wir eine traumhafte Zeit in & um Plettenberg Bay.

Ob Robberg Island oder der Tsitsikamma National Park – hier finden sich irre schöne Weiten unberührter Natur & die Wanderwege kann man durchaus als abenteuerlich beschreiben. Die Hängebrücken über den Fluß & das ‚Schlittenfahren‘ die Sanddünen hinunter haben es unseren Jungs natürlich besonders angetan;-)

Wilderness & das Farmleben

Unsere Fahrt ging weiter über den Outeniqua- & den Montagu-Pass. Wir kehrten ein im alten Zollhaus, wo wir superleckere Pfannkuchen serviert bekamen & Einiges über die Geschichte des Hauses erfuhren.

Nun sind wir umgeben von Kühen, Schafen, Pferden & viel Weideland. 20 Fahrminuten von Wilderness, einem der Traumstädtchen an der Garden Route, genießen wir das Farmleben bei Wilna & Jake auf der Oakhurst Farm.

In der Muschelbucht

Mossel Bay sollte eigentlich nur als kurze Verschnaufpause von den vielen Eindrücken zuvor dienen. Und überzeugt uns durch kilometerweite Strände, tolle Wanderwege & Aussichten, gemütliche Cafés & leckeres Seafood.

Wir dürfen Seehunde beobachten, die durch die Wellen surfen, zwischen alten Autos Kaffee trinken, Drachen steigen lassen, Sandburgen bauen u.v.m.

Wein, Wale & Wellen

Von der Westküste geht es nach Hermanus, südöstlich von Kapstadt. Mit einem perfekten, mehrstündigen Zwischenstopp auf einem kleinen Weingut bei Stellenbosch – der Weinregion im Land.

Im Warwick Wine Estate lassen wir es uns gut gehen: Wir bekommen eine Picknick-Kiste, vollgepackt mit köstlichen Speisen und – ganz ohne Voranmeldung – eine tolle, exklusive Weinprobe. Ja, auch das geht hier ganz unkompliziert mit Kids. Im Allgemeinen wirken die Menschen hier sehr relaxt, nehmen sich Zeit, sind mega (kinder-) freundlich. 🙏🏼

Entlang der Westküste

Weiter oben gefällt uns die Westküste gleich besser. Vor allem das Fischerdörfchen Paternoster & der West Coast National Park haben es uns angetan.

In Paternoster essen wir unglaublich leckeres Seafood im Voorstrand-Restaurant, in Langebaan beziehen wir Quartier. Im West Coast National Park beeindruckt uns ein weiteres Mal die wunderschöne Natur & die reiche Tierwelt.

Zwischen Rooibos & Zitronen

Unser Weg führte die Westküste hoch (am berühmten, aber sehr touristisch/verbauten Blouberg- & Melkbosstrand vorbei) & dann landeinwärts in die Zederberge.

Die Landschaft: Gigantisch! Die roten Steinformationen wirken wie drapiert. Die Straßen, einmal weg von der Cape Namibia Route, werden immer abenteuerlicher bis zur Zitrusplantage, auf der wir nächtigen. 

Von Walen & paradiesischen Stränden

Ich bin deutlich mehr am Schreiben, als ich dachte. Aber es gibt ja auch so viel zu verarbeiten. Es ist einfach irre, so viel wunderschöne Natur zu erleben!

Gestern schwammen Wale neben unserem Schiff & einer hatte viel Lust zu springen & zu winken. Es wirkte, wie wenn dieses riesige Säugetier mit uns spielen & alle seine Kunststücke zeigen wollte. Selbst der Kapitän war aus dem Häuschen & fotografierte fleißig.

Das Kap der guten Hoffnung

Welch ein schöner Name… & wie viel unberührte, beeindruckende Natur. Die Kraft der Wellen, die großartige Flora & Fauna, das Ökosystem unseres Lebensraums Erde. Selbst unser Zweijähriger hat begriffen: „Hier leben die Tiere ohne Zaun, das ist ihr Zuhause, wir sind nur Gäste.“

So sahen wir Paviane, Strauße, verschiedenste Echsen & Vögel, Seesterne, Antilopen & Seelöwen – einfach so. Obwohl wir doch nur zum berühmten Schild, das den südwestlichsten Punkt Afrikas markiert, wollten. Und dann noch zum Cape Point… Dort ging es mit der Standseilbahn zum Leuchtturm hoch. Und weitere herrliche Aussichten ließen uns staunen.

Sowas von da ;-)

Etwas surreal ist es schon noch, aber ja: Wir sind da 🤗 Dankbar für unsere wunderbaren Travelkids, die von 12h Flug einfach 9h verschlafen haben & so gerne reisen. Dankbar, dass wir das hier erleben dürfen!

Schon die ersten Tage waren atemberaubend. Der Blick von der Terrasse/ aus unserer Wohnung für die erste Woche in Fish Hoek, die Brillenpinguine am Nachbarstrand, unsere Fahrt über den Chapman’s Peak Drive, Noordhoek Beach, der Harbour Market in Hout Bay & der Blick vom Signal Hill auf Kapstadt & den Tafelberg. Einfach traumhaft, aber seht selbst:

„Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade daraus.“

Manchmal spielt das Leben anders als man denkt… manchmal kommt völlig aus dem Nichts eine Veränderung, die einen aus der Bahn wirft. Ja, auch völlig sicher gedachte Jobs können aufgehoben werden. Ja, auch mit 3 Kids & ohne triftige Gründe kann man gekündigt werden.

Uns bescherte das eine Auszeit & wir beschlossen (nach dem ersten Schreck), diese zu nutzen & das Beste daraus zu machen!

Heißt in unserem Fall, dass wir im Sommer viel mit unserem Bus in Deutschland & Europa unterwegs waren, bevor wir ihn zurückgeben mussten. Und ja, es heißt auch, dass wir gemerkt haben, wie unendlich viel schöner & wichtiger als alles andere uns die gemeinsame Zeit ist.

So sehr, dass wir weiter gedacht haben: Wie wäre es, diese Auszeit in Eigenregie noch zu verlängern? Gezielt noch mehr Familienzeit zu schaffen, die uns doch allen so gut tut? Wie wäre es, erst ab Februar wieder zu arbeiten & davor zum Beispiel noch drei Monate durch Südafrika zu reisen…?

Träume können wahr werden! Wenn man sie nur verfolgt. Wenn wir bereit sind, dafür etwas zu tun/loszulassen. Wenn wir wissen, was uns wichtig ist. Und wenn wir flexibel sind – im Denken & im Tun.

Wir freuen uns so sehr auf unsere Reise!! Und nehmen euch hier gerne ein wenig mit…